[Rezension] Das letzte Licht des Tages – Kristin Harmel

Inhalt:

Frankreich 1940: Als Inés herausfindet, dass ihr Ehemann auf dem Weingut der Familie Flüchtlinge und Waffen für die Résistance versteckt, ist auch sie gezwungen, eine Seite zu wählen. Inés schließt sich dem Widerstand an – und begeht einen schrecklichen Fehler, der das Leben aller auf dem Weingut für immer verändert.
Jahrzehnte später begleitet die junge Amerikanerin Liv ihre exzentrische Großmutter auf eine Reise nach Frankreich. Vom Weingut Chauveau fühlt Liv sich wie magisch angezogen – auch, weil sie spürt, dass ihre Großmutter nicht zufällig hierher wollte. Mithilfe des sympathischen Anwalts Julien Cohn beginnt Liv, die Geschichte des Weinguts zu erforschen. Ihre Recherchen führen sie zurück in die dunkelste Zeit des 2. Weltkriegs, zu einer Geschichte von Liebe und Verrat – und der Hoffnung auf Vergebung.

© Knaur

 

Meine Meinung:

Ich bin ein sehr großer Fan von Kristin Harmels Büchern. Sie vermag es auf wunderschöne und emotionale Weise ihren Geschichten Leben einzuhauchen. “Das letzte Licht des Tages” hat mich von der ersten Seite an gefesselt und hallt auch nach dem Lesen noch immer nach. Dieses Buch berührt und regt zum Nachdenken an, es weckt Gefühle in uns und lässt mitfiebern.

Der Aufbau des Buches ist wirklich klasse! Es gibt 2 Zeitebenen. Die Vergangenheit dreht sich um Ines, Celine, Michel und Theo, die die Schrecken des 2. Weltkrieges auf dem Weingut Chauveau erleben. In der Gegenwart dürfen wir Liv und ihre Großmutter Edith auf einer Reise nach Frankreich begleiten. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird die Geschichte abwechselnd weitererzählt. Es erscheint, als wären es nicht zusammengehörige Puzzleteile, jedoch ist es wirklich genial, wie sich alles am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügt. Die beschriebenen Orte konnte ich mir bildlich vorstellen. Wie gern wäre ich momentan dort!

Die Charaktere sind voller Tiefe und wirken unglaublich authentisch. Sie sind wunderbar menschlich, nicht perfekt, voller Angst, Zweifel, Liebe, Hass, Verzweiflung und vielem mehr, sodass es leicht fällt, sich in jeden von Ihnen hineinzuversetzen. Ines ist die Protagonistin, die mich emotional am meisten gefordert hat. Manchmal so unbedarft und schutzbedürftig und in anderen Szenen…da fehlen mir die Worte. Ich hätte ihr das eine oder andere Mal gern den Kopf zurechtgerückt. Ines polarisiert ungemein. Doch sie hat mich auch zutiefst berührt und beeindruckt. Lasst euch einfach auf sie ein, sie wird euch noch überraschen.

Die Handlung lebt von den Emotionen und bleibt durchgehend interessant. Die Autorin hat die eine oder andere Überraschung für den Leser zu bieten. Und das Ende ist unerwartet, aber passend. Für mich war die gesamte Geschichte stimmig und rund.

 

Fazit:

Ein Buch, welches im Kopf bleibt! Es wird eine tragische Familiengeschichte erzählt, die so vielschichtig ist und vor Emotionen sprüht. Gelungen, lesenswert, unterhaltsam und berührend! Ich liebe es! 


Meine Wertung: ღღღღღ+

Verlag: Knaur

Ersterscheinung: 02.11.2020

Seiten: 384

ISBN: 978-3-426-22712-1

Paperback: 14,99€

 

Vielen Dank an Knaur und Vorablesen für das Rezensionsexemplar!

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